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Heuschnupfen
Die Krankheit und ihre Entstehung Heuschnupfen zählt zu den allergischen Erkrankungen. Eine Allergie ist eine Überreaktion des Körpers
auf körperfremde Reize. Über 20.000 Stoffe sind bisher als Allergieauslöser (Allergene) bekannt. 400 von ihnen, meistens Eiweißstoffe, aber auch Metalle und Chemikalien, sind für die gängigsten allergischen Reaktionen
verantwortlich.
Um allergisch zu reagieren, muss es zu einem
Erstkontakt des Körpers mit seinem Allergen kommen, der sogenannten Sensibilisierungs- phase. Dabei bilden sich im Blut Abwehrstoffe, die Antikörper, die normalerweise die Eindringlinge vernichten. Die
Antikörper setzten sich an speziellen Mastzellen fest, die von nun an sensibilisiert sind. Bei einem erneuten Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff trifft das Allergen auf diesen Antikörper, und es kommt zu einer
heftigen Reaktion. Das Immunsystem des Körpers stuft ein an sich harmloses Allergen als schädlich ein. Die Mastzellen schütten dann spezielle Botenstoffe, vor allem Histamin,
aus. Das Histamin löst in verschiedenen Organen allergische Reaktionen aus. Die Verbreitung Heuschnupfen ist die allergische Erkrankung, die am häufigsten vorkommt. In Deutschland leidet jeder Zehnte darunter. Und die Zahl steigt ständig.
Die Auslöser Ausgelöst wird der Heuschnupfen von Blütenpollen. Deswegen heißt er in der Fachsprache auch Pollinose. Oft fängt er als Allergie gegen
Graspollen an und weitet sich später auf Pollen von Bäumen und Sträucher aus. Schon kleinste Mengen von Blütenpollen reichen aus, um die Reaktion in Gang zu setzten, manchmal schon 20 Pollen pro Kubikmeter Luft.
Die typischen Beschwerden
Heuschnupfen zieht eine Reihe typischer Symptome nach sich: Im Vordergrund steht ein starker, quälender Niesreiz mit oft heftigen Niesattacken. Die Schleimhäute jucken, röten
sich und schwellen an. Die Nase läuft unentwegt. Zum Fließschnupfen gesellen sich rote, tränende und juckende Augen, und oft kommen Kopfschmerzen, Mattigkeit und
Schlafstörungen dazu. Klar, dass all diese Beschwerden die Lebensqualität beeinträchtigen und auf die Psyche schlagen können.
Der Zeitraum der Erkrankung Heuschnupfen ist eine saisonale Erkrankung. Die Beschwerden sind auf bestimmte
Jahreszeiten begrenzt und hängen von der Blütezeit der betreffenden Pflanzen ab. Jemand, der auf frühblühende Bäume und Sträucher wie Erle und Haselnuss reagiert, hat
seine Beschwerdesaison schon Ende März überwunden. Roggenallergiker dagegen leiden besonders heftig im Mai uns Juni, weil dann die Roggenpollen fliegen. Manche Kräuter
wie Goldrute und Brennnessel haben erst im Frühherbst Pollenflugsaison und machen den Betroffenen bis in den Oktober hinein zu schaffen. Die Behandlungsmöglichkeiten Die beste Therapie besteht darin, den Pollen aus dem Weg zu gehen. Dazu muss man „seine“ allergieauslösenden Pollen aber
kennen. Beobachten Sie also, in welchen Wochen des Jahres Ihre Beschwerden auftreten, und schauen Sie dann in einen Pollenflugkalender. Mit seiner Hilfe lassen sich die in Frage
kommenden Pflanzen eingrenzen. Dann kann der Arzt die Suche mit speziellen Allergietests fortsetzten. Aber selbst, wenn das Allergen exakt bestimmt ist, kann man es
nicht immer völlig meiden, denn die winzig kleinen Pollen werden vom Wind über Kilometer verbreitet und gelangen fast überall hin. Aus einem Heuschnupfen kann sich innerhalb einiger Jahre ein
allergisches Asthma entwickeln, eine chronische Krankheit. Um das zu verhindern, ist eine frühzeitige wirkungsvolle Behandlung nötig. Suchen Sie hierzu
Ihren Arzt auf. Er wird Ihnen zu einer geeigneten Therapie raten. Spezielle Medikamente, sogenannte Antihistaminika, linder die unangenehmen Beschwerden und beugen bei unvermeidbarem Pollenkontakt vor.
Tipps zur Vorbeugung
- Halten Sie sich nur so kurz wie möglich im Freien auf, wenn Ihre Pollen fliegen, Spaziergänge unternehmen Sie am besten nach einem Regenschauer, wenn die Luft reingewaschen ist.
- Verzichten Sie zur Pollenflugsaison auf sportliche Aktivitäten im Freien, aber auch auf Gartenparties und Picknicks.
- Schließen Sie die Wohnungsfenster, auch während des Schlafens, denn der Pollenflug beginnt zwischen 3 und 5 Uhr morgens.
- Meiden Sie während der Flugzeit „Ihrer“ Pollen das Revier der zugehörigen Pflanzen, also Wiesen, Felder und Wälder.
- Halten Sie bei Autofahrten die Fenster geschlossen, und lassen Sie die Lüftung ausgeschaltet. Für Vielfahrer lohnt sich der Einbau eines speziellen Luftfilters.
- Pollen verfangen sich in Haaren und in der Kleidung. Es hilft, wenn Sie sich vor dem Schlafengehen die Haare Waschen und die Kleider nicht im Schlafzimmer wechseln.
- Saugen Sie regelmäßig Staub, es gibt Staubsauger mit Mikrofilter in denen die Pollen hängen bleiben. Feuchtes wischen bindet die Pollen, trockenes Staubwischen wirbelt sie auf.
- Legen Sie Ihren Urlaub in eine pollenarme Saison oder fahren Sie in pollenarme Gebiete wie Hochgebirge oder Küste.
- Und zum Schluss noch ein guter Rat: Wenn Sie Raucher sind, hören Sie am besten damit auf. Denn Rauchen ist ein zusätzlicher Reiz für die Atemwege, der die Beschwerden noch verschlimmert.
Geeignete Medikamente
- Lisino Tabletten
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- Loratidin ratio Tabletten
- Vividrin Augentropfen
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